Ratgeber zur Welpenpflege und -erziehung

Nun ist es soweit und ein süßer Welpe aus unserer Zuchtstätte „Quimiyo de Gou“ zieht bei Ihnen ein. Chow-Chow sind richtige Wunderhunde, nicht zufällig heißt auch unser Zwingername übersetzt „Wunderhunde“. Chow-Chow sind Vertreter einer der ältesten Hunderasse der Welt und besonders vielseitig. Sie waren seit Jahrtausenden ihren Menschen treue Begleiter, Wächter und Jagdhunde. Sie schleppten schwere Lasten und kämpften Seite an Seite mit ihren Menschen gegen deren Feinde. Womöglich wurden in einigen Regionen solche Hunde sogar gegessen, doch im Unterschied zur gängigen Meinung ist es keine erwiesene Tatsache. Dass der Name „Chow-Chow“ so viel wie „lecker“ bedeutet, ist ebenfalls eine Legende, vermutlich heißt es nichts anderes als einfach „Hund“.

Doch genug Historie für heute! Uns geht es in diesem Ratgeber vor allem darum, Sie mit praktischen Tipps zum Umgang mit Ihrem Welpen zu versorgen. Das möchten wir gerne in Form von Frequent Asked Questions, den sogenannten FAQs, tun. Auf diese Weise bekommen Sie nützliche Informationen in einer kompakten und übersichtlichen Form. Sollen Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, uns via Kontaktformular auf unserer Homepage, via WhatsApp, E-Mail oder auch telefonisch unter 0160-96229680 zu kontaktieren!

Welche Erstausstattung benötige ich für meinen Welpen?

Auf unserer Seite www.quimiyo-de-gou.de finden Sie eine Liste mit den Anschaffungen vor oder direkt nach dem Welpenkauf. Folgendes Zubehör muss vorhanden sein:

  • Zwei Näpfe mit einem Volumen von ca. 350 ml – fürs Wasser und fürs Futter. Am besten mit stabilen Ständern. Diese Näpfe werden ungefähr nach einem halben Jahr durch „erwachsene“ Näpfe mit einem Volumen von rund 1.000 ml oder mehr ersetzt;

  • Hundedecke oder ein Hundebettchen. Es ist zwar nicht gesagt, dass Ihr Welpe unbedingt in diesem Bett jede Nacht verbringt, jedoch gibt dem Kleinen ein eigenes Bett oder zumindest eine Decke ein sicheres Gefühl;

  • Spielzeug. Von uns bekommt der Welpe als ein Abschiedsgeschenk ein kleines Spielzeug. Wenn Sie dazu noch einen Ball und vielleicht ein weiteres Plüschtier kaufen, ist es auch genug;

  • Futter. Sie müssen sich nicht sofort entscheiden, welches Futter Ihr Welpe später bekommt. Vielleicht wird es meist Trockenfutter sein, womöglich eher Nassfutter oder wird der Welpe gebarft? Wir erzählen Ihnen weiter unten, welche Möglichkeiten Sie im in Hinblick auf die Ernährung des Kleinen haben. Falls Sie sich sicher sind, kaufen Sie bereits einen kleinen Vorrat an Futter, aber lieber unterschiedliche Sorten. Mal sehen, was Ihrem Welpen schmeckt und was nicht. Bei uns lernen die Welpen sowohl das Fertigfutter als auch das Barfen kennen. In unserer Zuchtstätte werden die Hunde später ausschließlich gebarft.

  • Snacks. Unsere Welpen kennen nur Natursnacks wie getrocknete Rinderlunge, Hühnerfüße und Dörrfleisch. Leider enthalten Fertigsnacks oft Geschmacksverstärker oder zu viel Getreide.

  • Hundegeschirr und Leine. Dieses Zubehör erhalten Sie als eine Mitgift zusammen mit dem Welpen. Freilich wird das Geschirr nach ein paar Monaten unweigerlich zu klein sein, auch die Leine ist für einen halbwüchsigen Hunde-Teenager zu fein. Messen Sie dann den Brunstumfang des Hundes und kaufen Sie ein passendes Geschirr sowie eine festere Leine. Verzichten Sie jedoch auf Halsbänder und Flexi-Rollleinen. Wir empfehlen, den Welpen erst im Alter von einem Jahr an einer Flexi-Rollleine zu führen.

  • Bürste. Für einen Welpen reichen eine Naturhaarbürste und eine herkömmliche Haarbürste aus einer Drogerie aus.

 Wie bereite ich meine Wohnung und mich selbst auf die Ankunft des Welpen vor?

Ein munteres Hundebaby wird Ihr Leben verändern, aber damit haben Sie doch gerechnet, oder? Nach seiner Ankunft im neuen Heim wird der Welpe vermutlich von der Reise erschöpft sein und eine Runde schlafen wollen. Gleich nach dem Schlaf möchte das Kleine eigentlich raus, um sein Geschäft zu erledigen. Es wäre sinnvoll, wenn Sie ihm diese Gelegenheit geben. Danach erkundet der Welpe Ihre Wohnung oder Ihr Haus und – oh Schreck! – schon hat diese Fellnase ein Kabel im Maul. Damit kein Unglück passiert, wäre es sinnvoller, alle Kabel für den Welpen unzugänglich zu verlegen. Auch ein kräftiges „Aus!“ oder „Nein!“ hilft, das Kleine auf die drohende Gefahr hinzuweisen.

Schauen Sie sich Ihr Zuhause kritisch an: Wo gibt es Schlupflöcher in der Umzäunung? Ist der Teich mit einem Zaun abgesichert? Wo kann der kleine Welpe eventuell hinfallen, was zerstören oder sich verletzen? Lassen Sie also den Abenteurer erstmal nicht aus den Augen, beobachten Sie sein Verhalten und machen Sie Ihren Wohn- und Gartenbereich welpentauglich.

Ist mein Welpe bereits stubenrein?

Die Antwort auf diese Frage ist ein klares „Jain“: Ihr Welpe möchte eigentlich am liebsten sein „Geschäft“ draußen im Garten oder Park erledigen und sucht dafür gerne eine Rasenfläche aus. Doch andererseits „muss“ das Kleine noch ziemlich oft, ungefähr alle drei bis vier Stunden. Insofern Sie also die Möglichkeit haben, nehmen Sie den Welpen nach jedem Nickerchen und auch nach jeder Mahlzeit für eine Viertelstunde auf eine Gassirunde. Tagsüber kann es klappen, nachts wird es schwieriger, da wir um Unterschied zum Welpen sieben-acht Stunden am Stück schlafen wollen. Ein Welpe wacht dagegen nach drei bis vier Stunden auf und will raus.

Sind Sie bereit, auch nachts mit dem Kleinen zu gehen, dann ist es lobenswert. Sind Sie dazu nicht bereit, ist es mehr als verständlich. Dann pflastern Sie eine Zimmerecke mit Zeitungen oder Tüchern aus, in der Regel wird der Welpe diese Einrichtung als ein Welpenklo betrachten.

Was Ihr Welpe allerdings schon kann – er macht sein „großes Geschäft“ nur draußen und besteht darauf. Nachts kann er es zurückhalten und macht nur einmal „Pipi“.

Kurzum – je häufiger Sie mit dem Welpen Gassi gehen, desto schneller lernt er es, seine Geschäfte ausschließlich draußen zu erledigen.

Hinweis: Bei einem Teppich droht Verwechslungsgefahr – der Welpe kann dieses Wohnaccessoire für einen bunten Rasen halten. Rollen Sie also am besten für die ersten paar Monate die Teppiche ein oder lassen den Welpen nicht in den Raum mit Teppich.

Was soll mein Welpe zu essen bekommen?

Sie haben die Wahl und dürfen sich zwischen der Versorgung mit Fertigfutter und dem Barfen, also der Rohfütterung, entscheiden. Beim Fertigfutter können Sie Nassfutter (Konserven) und Trockenfutter (Zwieback) kombinieren oder nur eine Futterart geben.

Beim Barfen kommen solche Köstlichkeiten wie Grüner Pansen und Euter, Blättermagen und Hühnerherzen, Putenhälse und Lefzenfleisch zum Einsatz. Alles roh oder getrocknet als Snack. Dazu eine Beilage: Kartoffel und Möhren, Äpfel und Nudeln, Reis und Quark. Außerdem unbedingt Barf-Zusätze, welche die Rohkost abrunden. Die Zubereitung ist nicht schwer, die Auswirkung auf die Verdauung, Fell und insgesamt auf die Vitalität des Hundes ist ausgesprochen positiv.

Unsere Hunde werden alle gebarft, doch es war nicht immer so. Vor einigen Jahren bekamen unsere ersten Chows Fertigfutter. Dari litt unter häufigen Durchfällen, Mella hatte ein schütteres Fell. Seitdem sie gebarft wurden, erlebten die Hunde eine wunderbare Verwandlung: Daris Stuhlgang ist dauerhaft in Ordnung, Mella trägt eine nahezu zu üppige Mähne.

In der Tat, wir sind überzeugte Barfer, jedoch bestehen wir nicht darauf, dass Sie Ihren Welpen nach diesem Konzept ernähren. Wir würden Sie jedoch bitten, dem Kleinen ein Futter von gehobener Qualität zu kaufen und nicht das Billigfutter aus dem Supermarkt. Ihr Hund und Sie werden davon profitieren!

Wie oft soll mein Welpe sein Futter bekommen?

Mit rund 8 bis 10 Wochen zieht der Welpe bei Ihnen ein. Das Kleine braucht mehrfach täglich Nahrung – zwischen drei und vier Mal pro Tag. Mit einem halben Jahr reichen bereits zwei Futtergaben täglich, mit rund einem Jahr genügt eine Futtergabe pro Tag. Sie dürfen aber gerne lebenslang bei zwei Fütterungen bleiben oder den Vierbeiner mit ein paar Natursnacks zwischendurch verwöhnen.

Wie viel Futter braucht mein Welpe?

Zunächst nur relativ wenig. 100 bis 200 Gramm, jedoch wird sich das schnell ändern. Ein ausgewachsener Chow-Chow wird bis zu 1.500 Gramm Futter täglich brauchen – Fleisch + Beilagen oder Nassfutter. Passen Sie also während der Mahlzeiten auf – hat Ihr Welpe seine Portion zügig gefressen und kommt nach der Fütterung nicht zur Ruhe, dann ist es womöglich bereits zu wenig. In der Regel neigen die Chow-Babys nicht dazu, sich zu überfressen und kennen ihre Grenzen. Vergrößern Sie also Schritt für Schritt, Woche für Woche die Tagesration.

Bei einem ausgewachsenen Hund ist unbedingt darauf zu achten, dass er nicht zu viel Futter bekommt. Solange die Rippen beim Streicheln noch zu ertasten sind, ist Ihr Hund gut in Form. Sind die Rippen zu sehen, ist das Tier zu mager. Können Sie die Rippen nicht mehr ertasten, hat der gemütliche Chow zu viel Speck angesetzt. Eine Diät mit magerer Kost und etwas mehr Bewegung tut ihm gut.

Wie lange darf mein Welpe allein bleiben?

Als Rudeltiere bleiben Hunde nicht sonderlich gerne allein, gewöhnen sich jedoch an das Alleinsein. Ein Chow-Chow ist ein ruhiger Geselle und überbrückt die Zeit des Alleinseins mit tiefem Schlaf. Ein Welpe ist da eher gestresst, jedoch kennen unsere Welpen das Alleinsein. Wir müssen auch einkaufen und mit den „großen“ Hunden spazieren gehen – dann bleiben die Welpen in ihrem Laufstall im Garten oder einfach daheim. Womöglich weinen sie anfangs, beruhigen sich aber schnell und legen sich hin.

Erleben Sie Ihren Welpen anders? Dann fragen Sie uns! Wir versuchen, Ihnen zu helfen. Aber allgemeine Tipps zu geben, fällt uns schwierig. Die konkrete Situation, vielleicht sogar irgendeine klitzekleine Kleinigkeit können bewirken, dass der Welpe nicht zur Ruhe kommt. Wir sind für Sie da, einfach anrufen oder eine Nachricht schicken!

Hinweis: Kurz und knapp – Ihr Welpe darf allein bleiben, und er schafft das. Jedoch zunächst nicht mehr als ein paar Stunden am Stück. Ein ausgewachsener Hund kann bis zu vier-sechs Stunden allein sein, aber am liebsten nicht den ganzen Tag. Es darf nicht passieren, dass ein Welpe oder auch ein ausgewachsener Hund jeden Tag über mehrere Stunden allein gelassen wird. Schwere Charakterschäden sind vorprogrammiert. Versuchen Sie bitte, Ihren Alltag so zu gestalten, dass der Welpe nur über kurze Zeitspannen allein bleibt. Für seine harmonische Entwicklung ist es enorm wichtig.

Muss ich meinen Welpen impfen lassen?

Ja, das müssen Sie! Sie erhalten einen EU-Heimtierpass mit dem Vermerk, dass der Welpe bereits einmal geimpft wurde. Für die zweite Impfung, bei der Ihr Kleines den vollen Immunschutz erhält, sind Sie verantwortlich. Das Datum ist in dem Impfpass vermerkt.

Wie lange darf ich mit dem Welpen spazieren gehen?

Ein Chow-Chow ist ein schwerer, massiger Hund mit kräftigen Knochen. Damit sich sein Skelett korrekt entwickelt und keine Hüft- und Ellenbogengelenkprobleme, die Dysplasien, auftreten, gehen Sie in den ersten Monaten mit dem Hund nur relativ kurze Strecken. Mit dem kleinen Welpen sind es 10 – 15 Minuten lange Runden. Mit einem halben Jahr dürfen Sie auch bis zu einer Stunde Gassi gehen, im Alter von einem Jahr dürfen es 75 Minuten sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Chow-Chow nicht zu wild tobt, ob im Spiel oder einfach so aus Übermut. Springen ist tabu, schwimmen ist dagegen gesund. Ab 15 Monaten ist das Skelett weitgehend fertig geformt, dann darf der Hund auch länger und sportlicher unterwegs sein. Wir weisen darauf hin, dass ein Chow-Chow kein richtiger Hund für eine Fahrradtour ist. Es sind gemütliche und ruhige Zeitgenossen, die zwar ausdauernd, aber definitiv nicht schnell sind.

 

  1. Hilfe, mein Welpe hat in der Wohnung gepinkelt!

Kann passieren… Vor allem wenn das Kleine doch nicht gleich nach seinem Nickerchen nach draußen durfte oder nachts. Falls Ihr Welpe ein provisorisches „Klo“ in Form von den auf dem Boden ausgebreiteten Zeitungen oder Tüchern kennt, dann ist das Malheur schnell beseitigt. Versuchen Sie also, Ihrem Welpen diese Möglichkeit, sich zu lösen, anzubieten.

Mit drei Monaten soll ein heranwachsender Hund fast vollständig stubenrein sein und lediglich – selten! – nachts nicht durchhalten können. Mit vier Monaten ist dieses Problem endgültig vom Tisch.

  1. Mein Welpe beißt mich, springt an mir hoch, reißt die Kleidung. Was soll ich tun?

Tja, sie ist unvermeidbar – die „wilde“ Zeit eines Junghundes ungefähr zwischen drei und sechs Monaten. Sogar kleinere Welpen wollen im Spiel Ihre Füße beißen und zerren an der Kleidung. Das tut weh und nervt. Danach versuchen diese dreisten Kreaturen, Ihre Snacks von dem Couchtisch zu entwenden, sie rasten sogar mal richtig aus und knurren Sie an.

Es gilt, hier sehr konsequent zu sein und klare Grenzen zu setzen. Sprechen Sie den Welpen mit tiefer, bedrohlicher Stimme an, sagen Sie „Aus!“ und „Nein!“. Werden Sie wütend – aber schlagen Sie Ihren Welpen nicht! Werfen Sie ihn nicht zurück, denn das macht den Frechdachs noch ungehaltener. Sie dürfen den Welpen mit einer Hand an der Nackenhaut festhalten und währenddessen stets auf ihn mit tiefer Stimme zureden. Sie dürfen ihn aus dem Zimmer aussperren und ihn ignorieren, ihn auf seinen Platz schicken oder in seinen Laufstall – falls vorhanden – setzen. HALTEN SIE SICH ABER ZURÜCK UND TUN SIE DEM WELPEN KEINE GEWALT AN! NUR EINMAL RUTSCHT IHNEN DIE HAND AUS, und schon fängt das Urvertrauen eines kleinen Hundes in den Menschen an zu bröckeln. Passiert es wieder – und Sie haben es später mit einem aggressiven oder ängstlichen Hund zu tun.

IHR WELPE BRAUCHT LIEBE UND STRENGE IN EINER AUSGEWOGENEN KOMBINATION. Mit Ihrer freundlichen Unterstützung wird das Kleine recht schnell lernen, was er darf und was nicht. Der Welpe braucht Schranken, um sich wohl zu fühlen. Er weiß sich dann in Sicherheit und fühlt sich geborgen.

 

  1. Mein Welpe knabbert alles an! Wie kann ich das verhindern?

Keine einfache Frage. In der Zeit zwischen vier und sechs Monaten ist der Zahnwechsel dran, und damit ist der Drang zum Knabbern verbunden. Vor allem Holzmöbel werden in die Mitleidenschaft gezogen, aber auch Lederschuhe leben in diesen Monaten gefährlich. Das Problem – es gibt keine funktionierenden Abwehrmittel gegen diese Welpenplage! Sie dürfen Ihr Geld also getrost sparen und folgende Strategien anwenden:

Erstens, mit strengem „Aus!“ darauf hinweisen, dass der Welpe etwas Verbotenes tut. Das hilft natürlich nur, wenn Sie den Welpen in flagranti erwischen. Zweitens, Schuhe für das zahnende Hundekind unzugänglich aufbewahren. Drittens, die Möbelfüße mit dicker Papierschicht umwickeln – aber bitte mit einer Schnur und nicht mit Tesa-Pack fixieren!

  1. Der Welpe hat gespuckt. Muss ich zum Tierarzt?

Das Essen bekam dem Kleinen nicht und wurde wieder nach draußen befördert, doch ansonsten scheint der Welpe fit zu sein? Dann müssen Sie erstmal nichts tun. Hat der Welpe etwas Verdächtiges gefressen und würgt? Sofort zum TA! Der Welpe spuckt immer wieder und fühlt sich unwohl? Sofort zum TA!

  1. Was tun, wenn mein Welpe Durchfall hat?

Einmal Durchfall ist kein Grund zur Sorge. Doch wenn der Welpe auch am nächsten Tag Durchfall hat, nehmen Sie sich Zeit, den TA aufzusuchen. Beim Durchfall unbedingt viel zu trinken geben, gerne lauwarmen Kamillentee. Die Ursache ist jedoch am liebsten mit dem Tierarzt abzuklären.

  1. Welpe knurrt andere Hunde an – ist das OK?

Nein, eigentlich nicht. Reden Sie ihm gut zu, gewöhnen Sie das Knurren dem Kleinen bitte ab. Glauben Sie nicht, dass ein Welpe unbedingt einen Welpenschutz besitzt, dieser gilt – wenn überhaupt – nur innerhalb des eigenen Rudels. Somit können andere Hunde das Knurren Ihrem Chow-Baby durchaus übel nehmen.

  1. Darf mein Welpe mit anderen Hunden spielen?

Ja, aber am besten mit solchen in seiner Gewichtsklasse, um Verletzungen zu vermeiden. Oder mit anderen Chows, diese Hunde erkennen einen Chow-Welpen als ihren „Artgenossen“ an. Bleiben Sie jedoch auf der Hut: Reagiert der andere Hund auf Ihren niedlichen Welpen zurückhaltend, bleibt verspannt oder knurrt sogar – lösen Sie diese Situation, indem Sie Ihren Welpen vorsichtig zurückziehen und den anderen Besitzer bitten, das Gleiche mit eigenem Hund zu tun. Vielleicht treffen sich die beiden später und werden noch beste Freunde. Denken Sie daran, dass viele Rüden eine natürliche Angst vor Welpen haben und die Winzlinge meiden.

  1. Mein Welpe zieht an der Leine – wie kann ich das unterbinden?

Das geschieht schnell – ein Welpe findet etwas spannend oder will einfach nach Hause und zieht an der Leine. Das Kleine wiegt nur ein paar Kilogramm und Sie erleben diesen Zug als keine Störung, mehr noch, Sie finden es lustig und rührend. Der Welpe geht seine Wege und Sie folgen ihm. So versteht er das: Ich gebe die Richtung und das Tempo an, mein Mensch kommt immer mit.

In ein paar Monaten ist es bereits ein massiger Hund mit über 30 Kilogramm Körpergewicht, der Sie an der Leine hinter sich her schleift. Wollen Sie das?  Wenn nicht unbedingt, dann achten Sie auf Ihren Welpen. Zieht dieser an der Leine, bleiben Sie stehen oder drehen sich schweigend um. Das Mensch-Hund-Gebilde bewegt sich also keineswegs nach dem Willen des Tieres, sondern wird von Ihnen gesteuert.

Aha, denkt oder eher spürt der Welpen – so funktioniert das also! Dann lohnt sich das Ziehen nicht! Und ja, so schnell und glatt, wie es hier geschrieben steht, wird diese Erziehung nicht funktionieren. Üben Sie sich also in Geduld – es lohnt sich!